Das Fahrrad für den Sommer fit machen

Viele von uns nutzen ihre Fahrräder nur in der wärmeren Jahreszeit und verstauen den Drahtesel über den Winter im Keller oder einem Gartenhäuschen.

Doch wenn das schöne Wetter nicht mehr fern ist, sollte man schon einmal, das Fahrrad langsam hervorholen und schauen, was es alles zu tun gibt, um problemlos wieder durchstarten zu können. Mitunter hat die Kette etwas Rost angesetzt oder die Reifen sind durch die Stehzeit platt, es gibt also einiges zu tun um den Drahtesel auf die Sommermonate vorzubereiten.

Du musst dafür kein Mechaniker sein, mit etwas Ruhe und Geschick kann jeder sein Fahrrad selber auf Vordermann bringen.

Schritt 1 – Die Säuberung

Meistens wird das Fahrrad am Ende der Saison einfach ungeputzt in den Keller gebracht und muss wenn das Frühjahr beginnt als erstes gereinigt werden. Auch wenn der Gedanke hierfür einen Hochdruckreiniger einzusetzen naheliegt sollte man dies tunlichst vermeiden. Durch den starken Wasserdruck gelangt Wasser in die Lager und kann diese zerstören.

Nimm dir lieber einen Eimer Wasser, einen Fahrradreiniger und einen Schwamm und mach dich ans Werk. Verwinkelte Teile können mit einer Zahnbürste gereinigt werden. Im Anschluss das ganze Fahrrad polieren und schon ist dieser Teil erledigt.

Schritt 2 – Luftdruck checken

Zu den ersten Dingen die du überprüfen solltest gehört der Reifendruck, denn Luft kann auch ohne das der Schlauch ein Loch hat entweichen. Am schnellsten überprüfst du den Druck indem du einfach den Daumen fest auf den Reifen drückst, sinkt der Daumen so etwa einen cm ein benötigt der Reifen unbedingt Frischluft.

An den Außenseiten der Reifen findest du in der Regel die Angabe des benötigten Luftdrucks, diese Angabe sieht eventuell folgendermaßen aus: Min 2 Bar – Max 4 Bar. Um den Reifendruck nachvollziehen zu können solltest du eine Fahrradpumpe mit Druckmesser nutzen, je höher der Reifendruck desto geringer der Rollwidertand, jedoch lässt bei hohem Druck die Reifenhaftung nach, auf unebenen Strecken empfiehlt sich ein niedriger Reifendruck.

Schritt 3 – Kettencheck und Pflege

Die Fahrradkette benötigt ein wenig mehr Zuwendung, so verhinderst du am ehesten das diese rostet, quietscht oder sich einzelne Kettenglieder festsetzen. Reinige die Kette mit einem Fettlöser falls diese extrem verschmutzt ist, ansonsten nimm die einen alten Lampen und lass die Kette durch diesen Laufen, so streift sich der Schmutz in der Regel gut ab.

Im nächsten Schritt gibst du auf jedes Kettenglied einen Tropfen Kettenöl und lässt die Kette im Anschluss ein paar Runden im Leerlauf durchlaufen. Das noch vorhandene Öl einfach danach mit einem Lappen entfernen. Dünnflüssiges Öl zieht weniger neuen Schmutz an, muss jedoch regelmäßig erneuert werden.

Schritt 4 – Abschmieren

Alle Teile die sich drehen oder bewegen sollten abgeschmiert werden, unter anderem die Drehpunkte der Pedale, Schaltung und Bremszüge sollten hier nicht vergessen werden. Du kannst für das Abschmieren entweder ein kriechendes Schmiermittel nutzen oder Federungsfett.

Schritt 5 – Bremstest

Wenn du zügig unterwegs bist solltest du vorab natürlich auch die Bremsen checken, häufig sind die Bremsbeläge verschlissen und müssen ersetzt werden. Auch verschmutze Bremsen sind in der Leistung beeinträchtigt, wirf auch einen Blick auf die Bremszüge und versichere dich das diese nicht rostig sind.

Schritt 6 – Schaltung Ok?

Überprüfe die Gangschaltung. sind die Schrauben wie z.B. die Zugspannschraube noch angezogen? Nachjustieren sollte man die Gangschaltung in kleinen Einzelschritten.